Presseerklärung JVA-MA (01-11-07)

Eröffnung der Behandlungsabteilung Gewalt- und Sexualstraftäter
Presseerklaerung-11/07.pdf (51.34 KB)
Ergänzende
Projektbeschreibung
Eine solche Kombination verschiedener
therapeutischer Ansätze bietet nach Er-fahrungen aus der bundesdeutschen
Sozialtherapie sowie aus dem Strafvollzug der Schweiz - dem
psychiatrisch-psychologischen Dienst - PPD - aus Zürich eine
verlässliche Grundlage für eine deutliche Reduzierung des Rückfallrisikos und
damit einem effektiven Opferschutz.
Daneben nutzt das Pilotprojekt in Mannheim den
Sachverstand eines externen Psychotherapeuten, welcher gemeinsam mit zwei Anstaltspsychologen
die psycho-therapeutische Betreuung der in einer gesondert eingerichteten
Abteilung unter-gebrachten Strafgefangenen
übernimmt. Durch die Einschaltung dieses externen Psychotherapeuten wird sicherstellt,
dass die in der Haft begonnene Behandlung nach der Entlassung im Wege der
ambulanten psychotherapeutischen Nachsorge fortgesetzt werden kann.
Bundesweit einmalig ist das Projekt auch deshalb, weil es mit den
Sondermitteln des Landtages von Baden-Württemberg zur Behandlung gefährlicher Gewalt- und Sexualstraftäter und
aus Zuwendungen (zu 20 %) der Behandlungsinitiative Opfer-schutz - und
damit von Bürgern - finanziert wird.
Dabei erfolgt die finanzielle Abwicklung über den Fond Psychotherapie und
Bewährung des Landes Baden- Württemberg, wobei die dort
entwickelten Qualitätsstandards Anwendung finden.
Bei der jetzt in der Justizvollzugsanstalt Mannheim eingerichteten Behandlungs-abteilung handelt es
sich um eine wichtige Weiterentwicklung der landesweiten Gesamtkonzeption für
die Behandlung von Sexualstraftätern im Justizvollzug.
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