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In der sozialtherapeutisch ausgerichteten Abteilung des Heilbronner Gefängnisses sollen Täter lernen, mit ihrem Gewaltpotenzial umzugehen. Foto: Andreas Veigel |
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Heilbronn - Die Rückfallquote der Gewaltstraftäter deutlich zu reduzieren und mögliche Opfer zu schützen, das ist das Ziel des neuen Behandlungsprogramms der Justizvollzugsanstalt Heilbronn. Gestern gab Anstaltsleiter Ulrich Schlicher den Startschuss: Wir haben den Bedarf für eine solche Abteilung schon länger gesehen, jetzt haben wir die finanziellen Mittel. Erfolg versprechen Zahlen aus der Behandlung von Sexualstraftätern nach vergleichbaren Mustern. Hier liegt die Rückfallquote nach bisherigen Erfahrungen bei unter zehn Prozent. Unbehandelte Täter werden dagegen zu 22 bis 25 Prozent rückfällig. Wir gehen davon aus, dass wir auch bei den Gewaltstraftätern eine ähnliche Verbesserung erreichen können, gab sich Ulrich Schlicher zuversichtlich. Drei Trainer Zehn der derzeit etwa 150 wegen Gewalttaten verurteilten Häftlinge in Heilbronn durchlaufen neben einem langfristig angelegten Anti-Gewalttraining eine Gruppentherapie. Wir bilden hierfür drei Anti-Gewalttrainer aus den Reihen unserer Mitarbeiter aus, die mit den Straftätern arbeiten, so Schlicher. Ein externer Psychologe betreut die Täter zusätzlich in Einzeltherapien und begleitet sie nach ihrer Haftstrafe auch draußen weiter. Innerhalb der Gefängnismauern hat die JVA eine sozialtherapeutisch ausgerichtete Abteilung eingerichtet, in der die Gefangenen zusammenwohnen. Die Kosten für dieses Projekt tragen das Land sowie die Behandlungsinitiative Opferschutz aus Karlsruhe. Konfrontation Es geht bei der Therapie nicht darum, wie es
dem Straftäter persönlich geht, erläuterte Hans-Alfred Blumenstein von
der Behandlungsinitiative. Es gehe darum, ihn mit seinen Vergehen zu
konfrontieren und Rückfälle zu verhindern. |
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Die Täter nur einzusperren ist keine Erfolgsgarantie, betonte auch Ulrich Goll, der baden-württembergische Justizminister. Die Zeit der Strafverbüßung muss genutzt werden. Die Therapie hat hier ihren Platz. Auch wenn man sich im Klaren sein müsse, dass nicht alle behandlungsfähig seien. Wir nehmen vorrangig Täter in dieses Programm auf, die mehrfach durch Gewalt aufgefallen sind, erläutert Schlicher. Die Reststrafe muss mindestens ein Jahr betragen, die Häftlinge müssen freiwillig teilnehmen und Deutsch sprechen. Darüber hinaus ist das Programm für die Strafgefangenen vorgesehen, die nach ihrer Entlassung weiter in Deutschland leben. 12.04.2008 00:00 |
Mehr Sicherheit durch Therapie (n-tv.de)
http://www.n-tv.de/893365.html
![]() ![]() Experten zufolge reichen harte Strafen alleine nicht aus |
Gewaltverbrecher
Mehr Sicherheit durch Therapie
Es sind grauenvolle Morde wie jener an der 16-jährigen Carolin im Sommer 2005, die Forderungen nach mehr Härte gegen Gewaltverbrecher seit Jahren Konjunktur verleihen. Forderungen, die längst erfüllt sind: Der Gesetzgeber hat die Strafen für Sexualdelikte deutlich nach oben geschraubt, und die Richter greifen härter durch - Haftstrafen über fünf Jahre für Vergewaltiger werden heute doppelt so häufig verhängt wie vor wenigen Jahren. Gegen den Mörder von Carolin, einen vorbestraften und dann nicht austherapierten Vergewaltiger, packte die Justiz gar das gesamte Instrumentarium aus: lebenslang, besondere Schwere der Schuld, Sicherungsverwahrung.
Doch machen härtere Strafen die Welt wirklich sicherer? Die Expertenkritik am Trend zum Wegsperren wird lauter. Richter, Gefängnisleiter und Psychologen mahnen seit langem, dass sich eine psychische Störung des Täters nicht in Luft auflöst, nur weil er ein paar Jahre hinter Gittern verbracht hat. Und weil nur drei Prozent der Täter zu lebenslang verurteilt werden, verlassen die meisten irgendwann das Gefängnis - nicht selten als tickende Zeitbomben, wenn sie zuvor nicht behandelt und therapiert worden sind. Einige der Kritiker haben nun in Baden-Württemberg die "Behandlungsinitiative Opferschutz" gegründet: Mit drei Modellprojekten wollen sie die Therapiemöglichkeiten verbessern.
Zwei der Initiatoren, die beiden Karlsruher Strafrichter Klaus Böhm vom Oberlandesgericht und Axel Boetticher vom Bundesgerichtshof, erinnern an den Anfang der Carolin-Tragödie: Der Mörder des Mädchens war nach sieben Jahren Haft erst zwei Wochen vor der Tat entlassen worden. Jahrelang hatte er immer wieder hatte er eine Sozialtherapie beantragt, war aber als nicht therapiefähig eingestuft worden - erst ein Jahr vor seiner Entlassung begann die Behandlung. Zu spät, um den schwer persönlichkeitsgestörten Mann noch erfolgreich zu therapieren.
![]() ![]() Carolin wurde 2005 von einem vorbestraften und nicht austherapierten Vergewaltiger ermordet. |
Dass Therapien kein Wellnessprogramm im Wohlfühlknast sind, sondern messbar Sicherheit schaffen, lässt sich wissenschaftlich belegen. Eine Studie des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes im Justizvollzug Zürich unter 300 Häftlingen stellte eine Senkung der Rückfallquote um 50 Prozent fest, wenn Täter mit einer speziell auf sie zugeschnittenen Therapie behandelt werden. Andere Untersuchungen, wie die des Psychiaters Hans-Ludwig-Kröber von der Berliner Charité, kommen zu ähnlichen Ergebnissen.
Den in Zürich erprobten Ansatz einer "deliktsorientierten" Mischung aus Gruppen- und Einzeltherapie will die Behandlungsinitiative nun in Baden-Württemberg umsetzen. Vor kurzem wurde das Therapieprojekt für Sexualstraftäter in der Vollzugsanstalt Mannheim gestartet, am Freitag folgte Heimsheim mit einem Programm für Gewalttäter. Wenn auch das dritte Projekt in Heilbronn läuft, werden etwa 35 Täter für ein straffreies Leben in Freiheit geschult.
Das ist nicht viel. Allein wegen Sexualdelikten sitzen in Baden- Württemberg 450 Täter in Haft. Andererseits ist der Preis gering: Je 100.000 Euro für 2007 und 2008 hat die CDU-Landtagsfraktion aus ihren Haushaltsmitteln locker gemacht, etwa 20.000 Euro hat die Initiative eingeworben. Dennoch bleibt das vorerst ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn mehr als die Hälfte aller 8300 Strafgefangenen in Baden- Württemberg erhält überhaupt keine Behandlung, wie Böhm in einer Fachzeitschrift schreibt.
Bundesweit sind zwar in den vergangenen Jahren viele neue Plätze in speziellen sozialtherapeutischen Anstalten geschaffen worden. Schwierigkeiten bereitet den Therapeuten aber ein anderer Trend. In den letzten zehn Jahren haben viele Bundesländer sogenannte Vollzugslockerungen zusammengestrichen. Der offene Vollzug wurde in Hamburg auf weniger als ein Drittel zurückgefahren, ähnlich in Hessen, in Bremen hat sich die Zahl halbiert. Auch Hafturlaube werden reduziert - obwohl die ersten vorsichtigen Schritte in die Freiheit eigentlich zum therapeutischen Konzept gehören, wie der Leiter der Sozialtherapie im Gefängnis Lingen, Bernd Wischka, kritisiert: "Wir haben immer mehr Leute, die nicht auf ihre Entlassung vorbereitet sind."
Von Wolfgang Janisch, dpa
© n-tv.de
Therapie für Sexualstraftäter (stimme.de)
Therapie für Sexualstraftäter
Behandlungszentrum der JVA Mannheim setzen sich
die Gefangenen mit ihrer Straftat auseinander.
Foto: AP

Mannheim - Das neue Behandlungszentrum Gewalt- und Sexualstraftäter im Mannheimer Gefängnis wirkt auf den ersten Blick wie ein Paradies für Straftäter. Die Gefangenen leben in wohnlichen, geräumigen Zimmern mit großen Fenstern und Vorhängen, die Zellentüren sind in einem warmen Orangeton gestrichen. Doch der erste Eindruck trügt. Die Fenster in dem Spezialtrakt sind vergittert, wenn die Türen hinter den Beamten ins Schloss fallen, werden die Schlüssel umgedreht.
Das bundesweit einzigartige Pilotprojekt will durch eine zweijährige Therapie die Rückfallquote von Gewalt- und Sexualstraftätern senken. Unser Ziel ist Prävention und Opferschutz, erklärt der Leiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Mannheim, Romeo Schüssler. Der Preis, den die Gefangenen für die schönen Hafträume bezahlen, ist, sich intensiv mit ihrer Straftat auseinanderzusetzen , betont der Jurist. Er warnt vor voreiligen Schlüssen: Das Behandlungszentrum ist kein Streichelzoo.
Keine Pädophilen Die ersten Patienten sind zehn Sexualstraftäter, die wegen Vergewaltigung und Kindesmissbrauch zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und sechs Jahren verurteilt wurden. Darunter seien aber keine Pädophilen.
Um die Verurteilten für die Therapie zu gewinnen, war Überzeugungsarbeit nötig. Es ist keiner aus ureigenstem Antrieb gekommen. Wären wir nicht zu den Gefangenen gegangen und hätten erklärt, dass die Therapie gut für sie ist - es wäre keiner in dieser Abteilung, sagt Diplom-Psychologe Matthias Freunscht. Er ist einer von drei Psychotherapeuten, die mit den Gefangenen präventive Strategien entwickeln. Das Ziel: ein Leben ohne Straftaten möglich machen.
Auf Anregung der Behandlungsinitiative Opferschutz hatte der Landtag 200 000 Euro zur Behandlung gefährlicher Straftäter in Mannheim, Heimsheim und Heilbronn zur Verfügung gestellt. Nach Mannheim fließen rund 70 000 Euro. Für das Zentrum wurde ein Stockwerk des alten JVA-Wirtschaftsgebäudes umgebaut. Nun stehen vier Einzel- und vier Gemeinschaftszellen, eine Küche und ein Gruppenraum zur Verfügung .
Das Wesentliche an der Therapie ist der Wohngruppenvollzug und die Kombination von Einzel- und Gruppentherapie, so Freunscht. Unsere Therapie findet auch zwischen den Sitzungen statt. Die neuen Erkenntnisse muss man im Alltag umsetzen können. Im ersten Teil sollen soziale Kompetenzen erworben werden. Die zweite Etappe werde steiniger, prophezeit der Psychologe. In der Gruppentherapie ist der Straftäter gezwungen, in sich hineinzusehen und das Deliktszenario in Einzelteilen vor den anderen Teilnehmern darzustellen. Für die meisten ein Problem. Diejenigen, die sich die Tat eingestehen, sind der Meinung, dass das nie wieder vorkommt. Oft eine Fehleinschätzung mit Folgen. Impulskontrolle und der Umgang mit Aggressionen stehen unter anderem auf dem Therapieplan.
Nachsorge Von der Therapie erwarte ich mir die Antwort auf die Frage Warum?, sagt ein Bewohner. Wegen versuchter Vergewaltigung seiner Frau wurde der 42-Jährige zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt. In Zukunft will sich die JVA auch um die Nachsorge der Straftäter kümmern. Wir wollen eine Ambulanz einrichten, um die Betreuung der Straftäter auch nach der Haftentlassung fortsetzen zu können, so Schüssler.
Copyright © 2007 by stimme.de Badische Zeitung vom 29.11.2011 - Neuer Stützpunkt der Forenischen Ambulanz Baden in Freiburg
Neuer Stützpunkt der Forensischen Ambulanz Baden in Freiburg
Vergangenes Jahr war das Problem plötzlich da: Als ehemalige Sicherungsverwahrte aus der Freiburger Justizvollzugsanstalt entlassen wurden, gab’s für sie keine Möglichkeit, schnell in der Umgebung einen Therapieplatz zu bekommen. I
In solchen Situationen hilft jetzt der Behandlungsstützpunkt Freiburg der Forensischen Ambulanz Baden, der gestern in den Räumen der "Neustart"-GmbH in der Dreisamstraße offiziell eröffnet wurde.
Es ist ein Gemeinschaftswerk: Die vorrangig für Bewährungshilfe zuständige "Neustart"-GmbH bietet zum Einstieg die Räume, die Forensische Ambulanz Baden unter der Trägerschaft der Behandlungsinitiative Opferschutz (Bios) stellt Psychotherapeuten. Zurzeit sind es zwei, die je einen Tag in der Woche Behandlungen für derzeit sieben Patienten anbieten. Alles ist erst im Aufbau, betont Peter Wack von der Freiburger "Neustart"-Niederlassung. Für bis zu 80 der landesweit 1000 Sexualstraftäter könnte die Freiburger Anlaufstelle in Frage kommen. Dann müsste die Ambulanz sich Extra-Räume suchen – die jetzigen sind für sie mietfrei.
Der nächstgelegene Standpunkt der Forensischen Ambulanz war bisher in Offenburg, dort werden momentan 15 Patienten betreut, meist sind es mehr. Die Patienten wechseln oft, weil einige der nach Jahrzehnten entlassenen ehemaligen Sexualstraftäter nicht sofort für eine Therapie bereit sind. Über die "Vorstellungsweisung" des Gerichts werden sie jedoch dazu verpflichtet, sechs Monate lang eine Therapie "auszuprobieren". Daran kann eine dauerhafte Psychotherapie angeschlossen werden. Häufig genüge dieses halbe Jahr aber nicht, um genügend Motivation zur Therapie zu wecken, kritisieren Peter Wack, der Bios-Vorsitzende Klaus Böhm und "Neustart"-Geschäftsführer Georg Zwinger übereinstimmend. Sie plädieren dafür, die Sechs-Monatsfrist – ähnlich wie in anderen Bundesländern – zu verlängern, in der festen Überzeugung, dass eine möglichst erfolgreiche Behandlung der Täter der beste Schutz für eventuelle neue Opfer ist. Aus diesem Grund hatte sich "Bios" 2008 gegründet, bilanziert Klaus Böhm, und deshalb wollte die Initiative eine Lösung für das Problem finden, dass einstigen Straftätern die Therapie erschwert wird, wenn sie extra in eine andere Stadt fahren müssen.
Denn eines hatte sich schnell gezeigt: Niedergelassene Freiburger Psychotherapeuten waren nicht bereit, Patienten mit einer Vorgeschichte als Sexualstraftäter in ihren Praxen zu behandeln. Geeignete Therapeuten zu finden, ist schwierig: Nicht nur wegen des inneren Konflikts, der sich für diejenigen ergibt, die Opfer sexueller Gewalt behandeln, die dauerhaft Probleme haben. Groß ist auch die Furcht vor erhitzten Reaktionen der Öffentlichkeit. Und nicht zu vergessen brauchen sie spezielle Qualifikationen. Von den beiden in Freiburg arbeitenden Therapeuten fährt einer extra aus Rheinland-Pfalz an, der andere arbeitet in der Umgebung und fühlt sich in den "neutralen" Räumen von "Neustart" geschützt.
Autor: Anja Bochtler
Täter-Therapie als Opferschutz - PZ-News
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Täter-Therapie als Opferschutz
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| Das Rückfallrisiko bei Gewalt- und Sexualstraftätern mindern will die „Forensische Ambulanz Baden“, die gestern in Karlsruhe offiziell eröffnet wurde.
Foto: Deck, dpa
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KARLSRUHE. Das Land Baden-Württemberg baut die Therapie-Angebote für entlassene Gewalt- und Sexualverbrecher aus. In der Fächerstadt Karlsruhe wurde gestern die „Forensische Ambulanz Baden“ eröffnet.
Gefährliche Straftäter werden dort auch nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis psychotherapeutisch und psychiatrisch behandelt. Dies sei ein entscheidender Beitrag zu mehr Sicherheit, sagte Justizminister Ulrich Goll (FDP).Ähnliche Projekte gibt es bisher in den Justizvollzugsanstalten (JVA) Mannheim, Heimsheim und Heilbronn; eine erste Psychotherapeutische Ambulanz existiert seit 1998 bei der Bewährungshilfe Stuttgart. Therapie sei Opferschutz und senke das Rückfallrisiko, sagte Goll. Auch der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Mappus, sprach von einem „messbaren Sicherheitsgewinn“ durch solche Behandlungsangebote. Goll räumte ein, dass trotz des Ausbaus von Therapieangeboten in den vergangenen Jahren „noch nicht die Grenze erreicht ist, an der wir sagen können, nun haben wir genügend Möglichkeiten“. Im nächsten Jahr werde sich die Lage durch eine sozialtherapeutische Abteilung mit 60 Plätzen in der neuen JVA Offenburg weiter verbessern. Die „Forensische Ambulanz Baden“ hat bereits im Juni die Arbeit aufgenommen und behandelt derzeit rund drei Dutzend Gewalt- und Sexualstraftäter. Sie wurde von der „Behandlungsinitiative Opferschutz“ (Bios) ins Leben gerufen, einem 2005 gegründeten Zusammenschluss aus Richtern, Staatsanwälten, Therapeuten und Wissenschaftlern. Die Karlsruher Einrichtung ist bereits das vierte Projekt der Initiative. Goll bescheinigte ihr eine „erstaunliche Energieleistung“.
Laut Mappus, auf dessen Initiative das Land der Bios eine Anschubfinanzierung gewährt hatte, schließt die Forensische Ambulanz eine konzeptionelle Lücke bei der Nachsorge für entlassene Straftäter: „Wir werden sie auch weiterhin unterstützen, weil das einen Gewinn für die innere Sicherheit bedeutet.“
Die Karlsruher Generalstaatsanwältin Christine Hügel wies darauf hin, dass die Zahl der Gewaltdelikte in den vergangenen Jahren stark gestiegen sei. Deswegen sei es wichtig, durch Therapien die Rückfallgefahr zu senken. „Wegsperren allein bringt nichts.“
Copyright © 2008 Pforzheimer Zeitung / PZ-news.de
Sozialtherapie für Sexual- und Gewaltstraftäter (swr.de)
Sozialtherapie für Sexual- und Gewaltstraftäter
Eine
neue Abteilung für Sozialtherapie soll im Heilbronner Gefängnis die
Rückfallquote von Gewaltstraftätern senken. Eine soziale
Wiedereingliederung sei der wirksamste Schutz vor weiteren
Rechtsbrüchen, sagte Justizminister Ulrich Goll (FDP), der das
Pilotprojekt vorstellte.
![]() Teilnahme an der Therapie freiwillig |
Die Justizanstalt Heilbronn hat mit Sozialtherapie von Sexualstraftätern eine über zehnjährige Erfahrung.
Der Eintritt in die speziellen Wohn- und Behandlungsabteilungen für Sexual- und Gewaltstraftäter sei freiwillig, sagte ein Gefängnissprecher. Es würden drei Anti-Gewalttrainer ausgebildet, die in den bis zu zweijährigen Maßnahmen mit den Straftätern arbeiteten.
Das Heilbronner Modell ist, nach Mannheim und Heimsheim, das letzte Pilotprojekt im Strafvollzug, das mit zusätzlichen Landesmitteln finanziert werde, sagte Goll.
Wegsperren allein reicht nicht (pforzheimer-zeitung)
Wegsperren allein reicht nicht
Spezielle Therapie soll die Rückfallquote schwerer Gewalttäter
verringern Landesweiter Modellversuch auch in Heimsheim
![]() Die Psychologen Maria Friederike Köhler und Bert Mäckelburg wenden im Heimsheimer Knast eine neuartige kombinierte Einzel- und Gruppentherapie an, um knapp zehn schwere Gewalttäter nach der Entlassung vor einem Rückfall zu bewahren. Foto: Seibel |
HEIMSHEIM Die Zahl der Gewaltstraftaten in Baden-Württemberg ist in den vergangenen zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen. Ein Pilotprojekt im Heimsheimer Gefängnis für schwere Gewalttäter soll die Rückfallquote senken.
RALF STEINERT
Zwei Richter aus Pforzheim, die sich in der Initiative
Opferschutz engagieren, haben den landesweiten Modellversuch in den
Gefängnissen in Heimsheim, Mannheim und demnächst in Heilbronn auf den Weg
gebracht. Psychologen versuchen mit einer kombinierten Einzel- und
Gruppentherapie, Sexualstraftäter und schwere Gewalttäter vor einem Rückfall zu
bewahren, sagen Hermann Meyer und Klaus Michael Böhm. Wir wollen verhindern,
dass es nach der Entlassung erneut Opfer gibt, so Meyer, Vorsitzender Richter
der Pforzheimer Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe, und Böhm, Richter am
Oberlandesgericht Karlsruhe.
Die Schweiz als Vorbild
Das darf doch nicht wahr sein, sagten Meyer und Böhm, als sie entdeckten, dass es keine spezielle Therapie für Gewalttäter gibt. Die Behandlung von Straftätern diene nicht nur der Wiedereingliederung, sondern vor allem dem Opferschutz. Die Schweiz sei auf diesem Weg weiter als Deutschland. Eine Studie des psychiatrisch-psychologische Dienstes im Justizvollzug in Zürich hat gezeigt, dass die Rückfallquote sogar halbiert werden kann, wenn die Täter ihre Straftat therapeutisch aufarbeiten, sagt Klaus Michael Böhm. Nur die wenigsten Straftäter bleiben lebenslang im Knast. Die meisten kommen wieder raus, doch die Persönlichkeitsstörungen haben sich nicht in Luft aufgelöst. Wegsperren allein genügt nicht.
In Zürich erhält jeder gefährliche Straftäter, der behandlungswillig und -fähig ist, bereits zu Beginn der Haft eine Therapie, die individuell auf ihn zugeschnitten ist, lobt Böhm das Schweizer Konzept. Hierzulande fehle es in Zeiten leerer Kassen am Geld, ähnliche Behandlungskonzepte einzuführen. Das darf doch nicht wahr sein, sei es auch dem Pforzheimer Stefan Mappus entfahren, als Hermann Meyer mit ihm über die Lücke im Vollzug sprach. Mappus, Chef der CDU-Landtagsfraktion, handelte schnell und die Regierungskoalition machte für die Jahre 2007 und 2008 jeweils 100 000 Euro für ein Pilotprojekt in drei baden-württembergischen Gefängnissen locker.
Jetzt musste auch die Opferschutz-Initiative schnell schalten. Richter, Staatsanwälte, Psychologen, Rechtsanwälte und Mitarbeiter im Vollzug, die in der Basisbewegung aktiv sind, tauschten ihre Ideen via Internet aus, um das Modell zu starten. Im November begann in Mannheim das Projekt für Sexualstraftäter, gestern war Heimsheim an der Reihe. Erstmals können wir Tätern, die eine über vierjährige Strafe verbüßen, eine passende und Erfolg versprechende Therapie anbieten, sagte Gefängnisleiter Hubert Fluhr. Die Behandlung ist kein Zuckerschlecken für die Knackis. Nicht jeder ist dafür geeignet, so Fluhr. Die externe Diplom-Psychologin Maria Friederike Köhler und Bert Mäckelburg, Psychotherapeut im Heimsheimer Gefängnis, betreuen zwei Jahre lang knapp zehn Täter. Beide leiten gemeinsam die wöchentliche Gruppentherapie. Köhler übernimmt einmal pro Woche die Einzeltherapie.PZ Modellversuch Straftäter Heimsheim.pdf (545.59 KB)
Neues Therapiezentrum für Gewalttäter in Mannheim (neuro-online.de)
navigation_id,151,artikel_id,115345,_psmand,8.html
Täter und Tat - Neues Therapiezentrum für Gewalttäter in Mannheim
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- Sozialtherapie im Vollzug - JUM-BW
- Opferschutz durch bewährtes Therapie-Konzept für Gewaltstraftäter (focus.de)
- Beim Menschen geht es nicht wie... (stuttgarter-zeitung.de)
- Einfach nur wegsperren ist keine Lösung (rnz.de)
- Behandlung von Tatgeneigten - Bericht Staatsanzeiger
- Behandlung gefährlicher Sexualstraftäter - ka-news
- Opferschutz durch Anti-Gewalttraining Heilbronner Gefängnis eröffnet (de.yahoo.com)
- Pilotprojekt für Gewaltstraftäter (swr.de)
- Ziele sind Prävention und Opferschutz (br-online.de)
- Rückfallgefahr bei Sexualstraftätern (Focus-Online.de)
- Bessere Therapie-Angebote - Stuttgarter Nachrichten
- Neue Abteilung für Gewaltstraftäter in der JVA Heilbronn eröffnet (cop2cop.de)
- Therapie soll mehr Sicherheit bringen (gea.de)
- Sexualverbrecher effektiv therapieren (stuttgarter-zeitung.de)
- Immer brutalere Übergriffe (ka-news.de)
- Neue Ambulanz für Gewalt- und Sexualtäter - SWR
- Sozialtherapie im Vollzug (justiz.baden-wuerttemberg.de)
- Psychotherapie gegen hohe Rückfallquote (morgenweb.de)
- Neue Abteilung für Sexualtäter (BNN)
- Mehr Sicherheit durch Therapie (n-tv.de)
- RNF-Bericht Forensische Ambulanz
- Eröffnung der Behandlungsabteilung in der JVA Heilbronn (strafrecht-online.de)
- Therapie für Gewalttäter (bietigheimerzeitung.de)
- Projekt zur Behandlung von Sexualverbrechern startet in Mannheim (ad-hoc-news.de)
- Wegsperren allein reicht nicht (pforzheimer-zeitung)
- Potenzielle Opfer minimiren (Bad.Tagblatt)
- Therapieren statt nur wegsperren (stuttgarter-zeitung.de)
- Therapie soll mehr Sicherheit bringen (gea.de)
- Festakt Justizvollzugsanstalt Heimsheim (stratfrecht-online.de)
- Beim Menschen geht es nicht wie... (stuttgarter-zeitung.de)
- Damit es nicht noch mal passiert (pz-news.de)
- Pilotprojekt für Gewaltstraftäter (swr.de)
- Psychotherapie gegen hohe Rückfallquote (morgenweb.de)
- Therapie für Gewalttäter (bietigheimerzeitung.de)
- Therapieren statt nur wegsperren (stuttgarter-zeitung.de)
- Festakt Justizvollzugsanstalt Heimsheim (stratfrecht-online.de)
- Damit es nicht noch mal passiert (pz-news.de)
- Therapie für Sexualstraftäter (stimme.de)
- Neues Therapiezentrum für Gewalttäter in Mannheim (neuro-online.de)
- Therapie für Sexualstraftäter (Stuttgarter Nachrichten.de)
- Spezielle Therapien für Sex-Täter im Gefängnis (morgenweb.de)
- Neue Therapie soll Rückfallrisiko senken (hnp-online.de)
- Einfach nur wegsperren ist keine Lösung (rnz.de)
- Ziele sind Prävention und Opferschutz (br-online.de)
- Sexualverbrecher effektiv therapieren (stuttgarter-zeitung.de)
- Therapieeinrichtung in Mannheim eingeweiht (de.news.yahoo.com)
- Neue Abteilung für Sexualtäter (BNN)
- Gefängnis will Therapien für Sex-Täter (morgenweb.de)
- Wer wird (und bleibt) warum Gewalt- und Sexualstraftäter? (www.nzz.ch)
- Behandlung von Sexualverbrechern startet (pr-inside.com)
- Therapieren statt Wegsperren (fr-online.de)
- Projekt zur Behandlung von Sexualverbrechern startet in Mannheim (ad-hoc-news.de)










