Neue Ambulanz für Gewalt- und Sexualtäter - SWR
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Karlsruhe 11.11.2008
Neue Ambulanz für Gewalt- und Sexualtäter
Mit einem Therapieangebot für Gewalt- und Sexualverbrecher auch nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis geht Karlsruhe neue Wege bei der Behandlung von Straftätern. Dort wurde ein ambulantes Behandlungsprogramm für gefährliche Straftäter eröffnet.
Markus Klein ist Arzt bei der
"Forensischen Ambulanz Baden"
Dies sei ein entscheidender Beitrag zu mehr Sicherheit, sagte Justizminister Ulrich Goll (FDP) am Dienstag. "Therapie ist Opferschutz." Therapie senke das Rückfallrisiko und bedeute damit auch Schutz für die Gesellschaft.
Ziel des Projekts ist es, das Risiko eines Rückfalls zu senken und damit den Schutz potenzieller Opfer zu erhöhen. Die neue Ambulanz ist für Straftäter mit einer positiven Prognose, die kurz vor ihrer Entlassung aus dem Gefängnis stehen oder schon entlassen wurden. Seit Juni kümmern sich dort vier Psychotherapeuten und eine Ärztin um 36 Patienten. Mindestens ein Jahr lang nehmen sie freiwillig beispielsweise an Gruppen- oder Einzelangeboten teil. Zur Behandlung gehören aber auch Paar- und Familiengespräche, Alkohol- und Drogentests und Besuche bei den Straftätern zuhause.
Nach Therapie-Programmen in den Justizvollzugsanstalten Heilbronn, Heimsheim und Mannheim ist die Forensische Ambulanz bereits das vierte Projekt, das seit dem vergangenen Jahr von der "Behandlungsinitiative Opferschutz" initiiert wurde. Die Initiative hatte sich im Jahr 2005 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Juristen, Psychologen, Vollzugsangehörigen und Sozialarbeitern.
Quelle: SWR.de - Nachrichten
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