BPG-Fortbildung in der JVA Offenburg vom 25. bis 27.4.2012



Einladung


Fortbildung „Behandlungsprogramm für Gewaltstraftäter“
vom 25. bis 27. April 2012 in der JVA Offenburg

Die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. und die Justizvollzugsanstalt
Offenburg führen die Fortbildung „Behandlungsprogramm für Gewalttäter“ durch.
Als Referenten konnten wir MPsych. Steve Feelgood, Leiter der Sozialtherapeutischen
Abteilung der JVA Brandenburg, und Dipl.-Psych. Antje Ott, tätig in der Sozialtherapeutischen
Abteilung der JVA Wriezen, gewinnen.

Die Tagung richtet sich vor allem an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem Strafvollzug
Baden-Württemberg aus dem Psychologischen Dienst, dem Sozialdienst und dem Allgemeinen
Vollzugsdienst, die ein konkretes Interesse an der Arbeit mit dem Behandlungsprogramm für
Gewalttäter haben, aber auch Mitglieder und Unterstützer der Behandlungsinitiative Opferschutz
(BIOS-BW) e.V. sowie der Forensischen Ambulanz Baden (FAB) können zugelassen werden.

Die Fortbildung beginnt am 25. April 2012 um 10:00 Uhr
und endet am 27. April 2012 um ca. 14:30 Uhr.

Übernachtungsmöglichkeiten können von Seiten der JVA Offenburg nicht zur Verfügung gestellt
werden, Reisekosten sind evtl. von der Entsendeanstalt zu übernehmen. Eine Teilnahme am
Mittagessen in der Kantine der JVA Offenburg wird nach Voranmeldung gegen einen Unkostenbeitrag
möglich sein.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung fallen für Sie keine Kosten an, da diese von der Behandlungs-
Initiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. getragen werden.

Wegen der begrenzten Teilnehmeranzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer der Fortbildung erhalten alsbald nach Eingang der Anmeldung eine Benachrichtigung per
E-Mail über ihre Zulassung.

Bitte teilen Sie Ihre verbindliche Anmeldung per E-Mail mit – an
                                                                             Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
und geben Sie an, ob Sie am Mittagessen teilnehmen wollen.
Rückfragen sind ebenfalls unter dieser Adresse möglich.

Zu der Tagung laden wir Sie herzlich ein. Das Fortbildungsprogramm ist beigefügt.

Mit freundlichen Grüßen


Klaus Böhm                                                              René Cuadra

1. Vorsitzender BIOS                                               (Oberpsychologierat)


Das Fortbildungsprogramm und Informationen zum BPG finden Sie als pdf-Dokumente außerdem unten.


Tagungsprogramm

Behandlungsprogramm für Gewaltstraftäter  • Ablauf der Fortbildung


Tag 1

• Begrüßung

• Erwartungen von der Fortbildung

• Ablauf der Fortbildung


• Was ist Gewalt?

• Formen der Gewalt

• Wirksamkeit der Behandlung von Gewaltstraftätern



• Was ist BPG?

• Vorstellung der Module

• Einführung in die Module


Tag 2

• Fortsetzung der Einführung in die Module


Tag 3

• Fortsetzung der Einführung in die Module

• Auswertung der Fortbildung

 

Hier das ausführliche Tagungs-Programm als pdf.

 

Informationen zum BPG:

Das Behandlungsprogramm für Gewalttäter (BPG) ist eine Übersetzung der „Violent
Offender Therapeutic Program“, welches von der New South Wales Department
of Corrective Services, Australien entwickelt wurde. Ein Großteil der Gefangenen
sind Gewalttäter. Außerdem zählen sie zu einer Gruppe, die wegen ihrer potentiellen
Rückfälligkeit nach der Entlassung große Sorge in der Gesellschaft hervorrufen.
Das BPG wurde entwickelt, um Gewalt in der Gesellschaft und den Gefängnissen zu
reduzieren. Diese Ziele werden durch ein strukturiertes, therapeutisches und
pädagogisches Programm für Gewalttätererzielt.
 
Laut aktueller Berichte und Forschungen aus den Bereichen der Kriminalpsychologie
und der Täterwiedereingliederung (siehe Andrews, 1995; Andrews et al., 1990;
Howells & Day, 1999; Howells, Watt, Hall & Baldwin, 1997), bestehen drei grundlegende
Prinzipien, die notwendig für effektive Strafvollzugsinterventionen sind:
 
1. Risiko: Intensive und umfangreiche therapeutische Maßnahmen erzielen die besten
    Ergebnisse, wenn sie den Tätern mit höherem Risiko zugeteilt werden.

2. Bedürfnisse: Therapeutische Angebote sollten die Veränderung der kriminogenen
    Bedürfnisse oder dynamischen Risikofaktoren anstreben.

3. Ansprechbarkeit: Hierbei handelt es sich um die Auswahl von geeigneten therapeutischen
    Ansätzen und Methoden. Die wirkungsvollsten therapeutischen Ansätze sind die, die auf die
    individuellen Eigenschaften der Täter ansprechen, insbesondere die Bedürfnisse, Umstände
    und Lernstile der Täter (Andrews, 1995).

Die Strafvollzugsinterventionsforschung hat darauf hingewiesen, dass im Vergleich zu anderen
Stichproben, Straftäter Interventionen benötigen, die kognitive und behaviorale Ansätze
anwenden (Andrews, 1995; Antonowicz & Ross, 1994). Derartige Interventionen sind strukturiert,
aktiv und ziel - orientiert. Die Module verwenden soziales Lernen, Lernen am Modell und Verstärkung
von prosozialen / antikriminellen Verhaltensweisen, graduiertes Training neuer Fähigkeiten, Rollenspiele,
Bewusstmachen von Ressourcen und praktische verbale Vorschläge (Howells & Day, 1999).


Aufgrund dieser Ergebnisse ist es unerlässlich bei Vollzugsinterventionen
diese Prinzipien zu berücksichtigen.

Die Forschung weist darauf hin, dass wirksame Vollzugsinterventionen für Gewalttäter theoretisch und
empirisch fundiert sein sollten. Zudem sollten diese Programme auf einer systematischen, ausführlichen
Diagnostik und Beurteilung der Bedürfnisse basieren und auf Täter mit ernsthaft gewalttätigem Verhalten
zielen. (Hall, 1998). Außerdem sollten diese Programme die veränderbaren psychischen Faktoren behandeln.
(Howells & Day, 1999) Die wichtigsten kriminogenen Bedürfnisse von Gewalttätern, auf die die Behandlung
zielen sollte, sind: Wut, Impulsivität, zwischenmenschliche und Problemlösungsdefizite, soziale Fertigkeiten,
aggressive Einstellungen und feindselige Attributionen, gewaltdeliktfördernde Rechtfertigungen und
Rationalisierungen, die Befürwortung von dissozialen / pro-kriminellen Einstellungen, moralische Einstellungen,
Stimmungen, Einbindung in die kriminelle Subkultur und Isolierung von nicht kriminell eingestellten Menschen,
Mangel an Empathie und Substanzmissbrauch (Serin & Preston, 2000; Hall, 1998; Howells & Day, 1999).

 

 Die vollständige Erklärung des Programms finden Sie hier als pdf.

Terminübersicht & Präsentation BIOS-Curriculum

Mitteilung für Kursteilnehmer


Terminänderungen


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Liebe Kolleginnen und Kollegen !

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Heute sende ich Ihnen eine aktualisierte Terminübersicht sowie auch meine Präsentation.

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Der überwiegende Teil von Ihnen hat sich für den 5.5. als Termin für das nachzuholende Seminar von
Herrn Prof. Dr. Jäger entschieden. Bitte beachten Sie auch, dass wir etwas ändern mussten hinsichtlich
der ursprünglich durch Herrn Prof. Dr. Fiedler durchzuführenden Seminare.
Herr Fiedler hat leider nur einen Termin frei, daher haben wir uns entschieden, dass Herr Dr. Scheurer
den Rest übernimmt. Andernfalls hätten wir weitere Termine verändern müssen, was uns keine gute Lösung erschien.

·

Die wichtigsten Änderungen sind:

·

1. Der neue Termin am 5.5.2012 - Dozent: Herr Prof. Dr. Jäger

2. Die Termine am 12.05. und am 16.06. übernimmt Herr Dr. Scheurer - gleicher Inhalt

3. Der Termin am 14.07. fällt aus ! Ersatztermin ist der 01.09.2012 - Dozent: dann wie bisher Herr Prof. Dr. Fiedler
··· mit dem Thema: Spezielle therapeutische Ansätze der Psychotherapie mit Tätern (Teil 2)

4. Zusatztermin am 30.06. - Dozent: Herr Prof. Dr. Pfäfflin - Thema: Fallkasuistik

·

Bis zum 17.03.2012 !

·

Mit freundlichem Gruß

Ihr

·

Marcus Rautenberg

·(Dipl. Psych. PP)

 

 

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen !

Ich hoffe sehr, Sie alle konnten von unserem ersten Seminar gut profitieren und wertvolle Informationen und Anregungen für Ihre Arbeit gewinnen. Für die durchweg positiven Rückmeldungen danke ich Ihnen, auch im Namen von Herrn RiOLG Böhm sehr herzlich !

Wie besprochen, werden Sie zukünftig über aktuelle Informationen, Terminänderungen oder Ähnliches von mir per e-mail benachrichtigt. Sollten Sie eine andere Form der Benachrichtigung wünschen, bitte ich um kurze Rückmeldung. Für alle Fragen rund um das Fortbildungscurriculum stehe ich Ihnen gerne jederzeit, am besten telefonisch, zur Verfügung. Eine kurze Bestätigung, dass Sie diese mail erhalten haben, z.B. einfach in Form der angeforderten Lesebestätigung, wäre für mich hilfreich. Vielen Dank !

Wie bereits am Samstag mitgeteilt, müssen wir den Termin des nächsten Seminars verschieben. Das Seminar wird nicht am 12.11.2011 sondern am 26.11.2011 stattfinden. Sollten Sie an diesem Tag verhindert sein, bitte ich um kurze Benachrichtigung ! Andernfalls gehe ich davon aus, dass Sie mit dieser Terminverschiebung einverstanden sind. Ohnehin können Sie die Inhalte nachholen und werden natürlich das entsprechende Material erhalten. Die Präsentation von Herrn Dr. Obernbauer sende ich Ihnen, sobald mir diese vorliegt mit gesonderter mail.

Ich freue mich nun, Sie am 26.11.2011 um 10 Uhr wieder in Karlsruhe begrüßen zu dürfen !

Mit freundlichem Gruß

 BIOS-Fortbildungs-Curriculum hat begonnen

 
Mit 15 Teilnehmern hat am 15.10.2011 in den Räumen von BIOS in Karlsruhe  das BIOS-Fortbildungscurriculum "Psychotherapie mit Straftätern" von RiOLG Klaus Böhm und Dr. Peter Oberbauer vom PZN Nordbaden begonnen. Die auf 15.11.2011 gepnate zweite Veranstaltung wird verlegt und findet nunmher am 26.11.2011 statt. Als erste Zusatzveranstaltung ist für den 15.12.2011 ein Besuch einer Gerichtsverhandlung vorgesehen.

 

Für Teilnehmer/innen - aber auch noch an einer Teilnahme interessierte Leser - anbei folgende Mitteilung:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen !

 

Ich hoffe sehr, Sie alle konnten von unserem ersten Seminar gut profitieren und wertvolle Informationen und Anregungen für Ihre Arbeit gewinnen. Für die durchweg positiven Rückmeldungen danke ich Ihnen, auch im Namen von Herrn RiOLG Böhm sehr herzlich !

 

Wie besprochen, werden Sie zukünftig über aktuelle Informationen, Terminänderungen oder Ähnliches von mir per e-mail benachrichtigt. Sollten Sie eine andere Form der Benachrichtigung wünschen, bitte ich um kurze Rückmeldung. Für alle Fragen rund um das Fortbildungscurriculum stehe ich Ihnen gerne jederzeit, am besten telefonisch, zur Verfügung.

 

Eine kurze Bestätigung, dass Sie diese mail erhalten haben, z.B. einfach in Form der angeforderten Lesebestätigung, wäre für mich hilfreich. Vielen Dank !

 

Wie bereits am Samstag mitgeteilt, müssen wir den Termin des nächsten Seminars verschieben.

Das Seminar wird nicht am 12.11.2011 sondern am 26.11.2011 stattfinden.

Sollten Sie an diesem Tag verhindert sein, bitte ich um kurze Benachrichtigung! Andernfalls gehe ich davon aus, dass Sie mit dieser Terminverschiebung einverstanden sind. Ohnehin können Sie die Inhalte nachholen und werden natürlich das entsprechende Material erhalten. Die Präsentation von Herrn Dr. Obernbauer sende ich Ihnen, sobald mir diese vorliegt mit gesonderter mail.

 

Ich freue mich nun, Sie am 26.11.2011 um 10 Uhr wieder in Karlsruhe begrüßen zu dürfen!

 

Mit freundlichem Gruß

Ihr

Marcus Rautenberg

(Dipl. Psych. PP)

 

Präsentation von Dr. Oberbauer als PDF

 

Neuausschreibung
BIOS-Fortbildungscurriculum

„Psychotherapie im Straftätern”

Die Behandlungsinitiative Opferschutz Baden-Württemberg (BIOS-BW) e.V. in Karlsruhe bietet in Kooperation mit dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) in Wiesloch nachfolgend näher beschriebenes Fortbildungs-Curriculum „Psychotherapie mit Straftätern“ an. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an freiberuflich tätige Psychologische Psychotherapeuten/innen sowie in Psychotherapie-Ausbildung befindliche Psychologen/innen. Sie kommt aber auch für Angehörige des Straf- oder Maßregelvollzugs, insbesondere zu Beginn ihrer Tätigkeit, in Betracht. Die Fortbildung wird zertifiziert und von der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. subventioniert. 

 

Die Neuausschreibung ist erforderlich geworden, weil die Fortbildung auf vielfachen Wunsch nunmehr vorwiegend samstags (insoweit sind auf  Wunsch der Teilnehmer/innen noch Änderungen umsetzbar) in Karlsruhe stattfinden soll.  Bitte reichen Sie zur Klarstellung deshalb Ihre Bewerbung auch dann nochmals ein, wenn Sie sich bereits angemeldet haben. Die Teilnehmer/innen der Fortbildung erhalten spätestens zwei Wochen nach Anmeldeschluss per e-Mail eine Benachrichtigung über Ihre Zulassung. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 15 Personen. Die genauen Termine sind auf unserer Homepage: www.bios-bw.de   unter Fortbildung eingestellt. Bitte melden Sie sich mit nachfolgendem Formular per Post oder E-Mail unter folgender Adressean:

 

Dipl. Psych. PP Marcus Rautenberg, Zum Weißen Kreuz 13, 76835 Hainfeld

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Anmeldeschluss ist der 15.09.2011 - Beginn der Fortbildung ist der 15.10.2011

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr erst, wenn Sie dazu aufgefordert wurden.

Rückfragensind telefonisch unter  06323-938748 (Dipl. Psych. PP Marcus Rautenberg) möglich.

 

Beschreibung der BIOS-Fortbildung»Psychotherapie mit Straftätern«

 

Das Curriculum bietet Ihnen eine grundlegende Qualifikation für den Tätigkeitsbereich der forensischen Psychologie und Psychotherapie. Den Teilnehmern bieten sich hierdurch neue, ergänzende Möglichkeiten für die berufliche Tätigkeit - auch und gerade jenseits einer Zulassung zur Kassenärztlichen Versorgung.

 

Im Einzelnen handelt es sich dabei um die folgenden Arbeitsfelder:

 

  • Psychotherapeutische Arbeit mit Straftätern, Maßregelvollzugspatienten und zu einer Straftat geneigten Personen vor, während oder nach einer evtl. zu verbüßenden Freiheitsstrafe oder im Rahmen einer Bewährungsauflage. Die Behandlungskosten werden in Baden-Württemberg entweder durch die Staatskasse, einen speziell dafür eingerichteten und bei der Bewährungshilfe Stuttgartangesiedelten Psychotherapiefonds, durch die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V., durch andere Kostenträger oder aber durch die Patienten selbst getragen. Eine Zulassung bei der Kassenärztlichen Vereinigung ist hierfür nicht erforderlich, im Regelfall aber die Approbation. In Ausbildung befindliche Kollegen/innen können jedoch bereits Behandlungen in der Forensischen Ambulanz Baden (FAB) in Karlsruhe oder an einem ihrer Behandlungsstützpunkte in Mannheim, Offenburg, Freiburg, Pforzheim oder  Heilbronn  unter Supervision durchführen.
     
  • Erstellung kriminalprognostischer Gutachten für die Justizbehörden, Justizministerien der Länder oder Gerichte. Die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. in Karlsruhe führt hierfür eine Liste geeigneter Gutachter.

Aber auch bei der psychotherapeutischen Arbeit mit Opfern einer Straftat kann es hilfreich und sinnvoll sein, über grundlegendes Wissen zur Täterpersönlichkeit zu verfügen.

 

Das Curriculum richtet sich an:

  • Diplom-Psychologen
  • Ärzte
  • Psychotherapeuten in Ausbildung
  • approbierte Psychotherapeuten

 

 

Kosten:

Für berufstätige Teilnehmer/innen wird eine Gesamtgebühr in Höhe von 750,- €  erhoben. Einzelseminare (4 UE) können gegen eine Gebühr von 90,- € gebucht werden. Für sich noch in Ausbildung befindende Interessenten/innen ist eine ermäßigte Teilnahmegebühr in Höhe von  250,- € vorgesehen. Es besteht die Möglichkeit einer Refinanzierung durch die Mitarbeit und die Durchführung von Psychotherapien in der Forensischen Ambulanz Baden (FAB) in Karlsruhe. Reisekosten müssen selbst getragen werden, Getränke werden gestellt.

 

Anerkennung und Zertifizierung:

Die Zertifizierung der Weiterbildung als Fortbildungsveranstaltung wird bei den Landespsychotherapeutenkammern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beantragt.

 

Organisatorisches:

Das Curriculum wird im Rahmen einer Einführungsveranstaltung vorgestellt. Alle Seminare finden in der Stephanienstraße 28 b (Alte Münze) in 76133 Karlsruhe statt, in Ausnahmefällen können Seminare auch an speziellen Orten, z.B. Justizvollzugsanstalten, psychiatrischen Kliniken, stattfinden. Zusätzlich zu den Seminaren werden Exkursionen angeboten. In der Regel finden die Seminare einmal im Monat samstags in der Zeit von 1000 Uhr bis 1800 Uhr (8 UE) statt.

Die Seminare werden von verschiedenen forensisch erfahrenen Kolleginnen und Kollegen durchgeführt. Mindestanforderungen an die Dozenten/innen sind die Approbation als Psychotherapeut oder Arzt, für einige Seminare werden Juristen als Dozenten herangezogen. Die Dozentinnen und Dozenten verfügen über eine mehrjährige, einschlägige Berufserfahrung.

 

Details zum Curriculum:

Das Curriculum umfasst 80 Unterrichtseinheiten (UE) und gliedert sich in vier Schwerpunktbereiche mit entsprechenden Seminarangeboten, welche aufeinander aufbauend absolviert werden sollten. Der Weiterbildungszeitraum erstreckt sich über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren. Ergänzend dazu werden Hospitationen bei erfahrenen Kolleginnen und Kollegen sowie in entsprechenden Einrichtungen angeboten (Maßregel- und Justizvollzugsanstalten, Forensische Ambulanz, psychotherapeutische Praxis). Neben der Teilnahme an den Seminaren sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mindestens eine Psychotherapie mit einem forensischen Patienten selbständig durchführen - dies unter Supervision durch einen erfahrenen Kollegen.

 

Bereich A- Juristische und psychologisch-psychiatrische Grundlagen (12 UE)

1. Grundlagen des Straf- und Strafvollzugsrechtes (2 UE)

2. Anforderungen an die gutachterliche und therapeutische Tätigkeit aus juristischer Sicht (2 UE)

3. Grundlagen der forensischen Psychiatrie (4 UE)

4. Psychologie normabweichenden Verhaltens (4 UE).

 

Bereich B - Tätigkeitsfelder (8 UE)

1. Psychologische Tätigkeit im Strafvollzug - (Exkursion + 2 UE)

2. Psychologische Tätigkeit im Maßregelvollzug - (Exkursion + 2 UE)

3. Psychologische Tätigkeit in anderen Einrichtungen forensischer Relevanz - (Exkursion + 2 UE)

4. Freiberufliche Tätigkeit (2 UE).

 

Bereich C - Forensisch-psychologische Diagnostik (20 UE)

1. Grundlagen der forensisch-psychologischen Diagnostik (4 UE)

2. Der diagnostische Prozess und das fachpsychologische Gutachten (4 UE)

3. Anwendungsbereiche forensisch-psychologischer Diagnostik (4 UE)

4. Die kriminalprognostische Begutachtung (8 UE).

 

Bereich D - Psychotherapie mit Tätern (40 UE)

1. Grundlagen und Besonderheiten der Psychotherapie mit Tätern (12 UE)

2. Spezielle therapeutische Ansätze der Psychotherapie mit Tätern (12 UE)

3. Duales Prinzip der Psychotherapie mit Tätern: Psychische Störung & Kriminalität (4 UE)

4. Vertiefung: Kognitiv-behaviorale Therapieprogramme (12 UE).

  

 Das Fortbildungscurriculum soll (Änderungen sind auf Wunsch der Teilnehmer/innen noch möglich; bitte hierzu Kontakt mit Herrn Rautenberg unter Rufnummer 06323-938748  aufnehmen) an folgenden Terminen stattfinden:

 

Inhalt

Termin

1. Grundlagen des Straf- und Strafvollzugsrechtes (2 UE)

15.10.11

2. Anforderungen an die gutachterliche und therapeutische Tätigkeit aus juristischer Sicht (2 UE)

15.10.11

3. Grundlagen der forensischen Psychiatrie (4 UE)

15.10.11

4. Psychologie normabweichenden Verhaltens (4 UE)

12.11.11

1. Psychologische Tätigkeit im Strafvollzug - (Exkursion + 2 UE)

17.03.12

2. Psychologische Tätigkeit im Maßregelvollzug - (Exkursion + 2 UE)

14.04.12

3. Psychologische Tätigkeit in anderen Einrichtungen forensischer Relevanz - (Exkursion + 2 UE)

14.01.12

4. Freiberufliche Tätigkeit (2 UE)

14.01.12

1. Grundlagen der forensisch-psychologischen Diagnostik (4 UE)

17.12.11

2. Der diagnostische Prozess und das fachpsychologische Gutachten (4 UE)

17.12.11

3. Anwendungsbereiche forensisch-psychologischer Diagnostik (4 UE)

14.01.12

4. Die kriminalprognostische Begutachtung (8 UE)

18.02.12

1. Grundlagen und Besonderheiten der Psychotherapie mit Tätern (12 UE)

12.05.12/16.06.12

2. Spezielle therapeutische Ansätze der Psychotherapie mit Tätern (12 UE)

16.06.12/14.07.12

3. Duales Prinzip der Psychotherapie mit Tätern: Psychische Störung & Kriminalität (4 UE)

12.11.11

4. Vertiefung: Kognitiv-behaviorale Therapieprogramme (12 UE)

18.08.12/15.09.12 

 

Hier finden Sie die Ausschreibung als PDF-Dokument zum herunterladen:

Neuausschreibung BIOS-Fortbildungs Curriculum

BIOS-Fortbildung


BIOS-Fortbildung

Zur Verbssesserung des präventiven Opferschutzes gehört es nicht nur, vor allem im Regelstrafvollzug und im Bereich der ambulanten Nachsorge für ein ausreichends Angebot an Behandlungsangeboten zu sorgen (vor allem für gefährliche Gewalt- und Sexualstaftäter), sondern hierzu gehört es auch, die behandelnden Therapeuten auf den neuesten Stand im Bereich rückfallreduzierender Therapien zu bringen. BIOS hat dementsprechend bereits im Jahr 2008 erste Schulungen für Therapeuten aus dem Straf- und Maßregelvollzug sowie für niedergelassene Psychologische Therpeuten angeboten und finanziert und dies im Jahre 2009 fortgesetzt. Auch im Jahre 2010 bestehen solche Fortbildungsangebote.

So werden wir vom 3. bis 5. Mai 2010 eine Schulung nach dem BPG-Programm zur gruppentherapeutischen Behandlung von Gewaltstraftätern in der JVA Bruchsal durchführen.

Im Mai und Juni werden wir auf zwei Veranstaltungen im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden in Wiesloch und in der JVA Offenburg eine zweitägige Fortbildung zum Thema "Die deliktorientierte Einzeltherapie bei gefährlichen Gewalt-und Sexulstraftätern" durch Therapeuten des PPD-Zürich anbieten.

Für 2011 planen wir die Vorstellung eines eigenen BIOS-Behandlungsmoduls.


Wenden Sie sich bitte an uns, wenn Sie Interesse an einer Teilnahme an einer Schulung haben.