FAB-Tätigkeitsbericht 2009
FAB-Tätigkeitsbericht 2009
„Ein Jahr Forensische Ambulanz Baden”
Tätigkeitsbericht anlässlich des 1. Jahrestages der Gründung erschienen.
Am 2. Juni 2008 wurde im Amtsgericht Karlsruhe die von der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. und dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) in Wiesloch getragene Forensische Ambulanz Baden (FAB) eröffnet und mit einem Festakt in Anwesenheit des Justizministers von Baden-Württemberg, Prof. Dr. Ulrich Goll, am 11. November 2008 offiziell eingeweiht.
Dort und an mehreren Außenstellen im Lande führen die Ärzte und Therapeuten der FAB seither rückfallreduzierende, psychotherapeutische Behandlungsmaßnahmen durch - in derzeit 83 Fällen, vor allem bei abgeurteilten Straftätern, aber zunehmend auch bei polizeilich oder ansonsten strafrechtlich auffällig gewordenen Personen bzw. bei reinen Tatgeneigten (Charité-Fälle).
Zentrales Anliegen der Ärzte und Therapeuten der Forensischen Ambulanz Baden ist dabei der Opferschutz, denn nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wird durch eine indizierte, psychotherapeutische Behandlung das Risiko eines Rückfalls deutlich reduziert. Auch ist ein Angebot zur Akutversorgung traumatisierter Opfer von Gewaltstraftaten im Aufbau, wobei in Einzelfällen auch bereits jetzt beratende Maßnahmen durchgeführt werden können.
In vielen Fällen gestaltet sich die Suche nach einem externen Kostenträger ausgesprochen schwierig. Insbesondere bei abgeurteilten Gewaltstraftätern und bei rein präventiven Behandlungsmaßnahmen ist oftmals keiner vorhanden, weshalb die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. als beim Oberlandesgericht Karlsruhe ansässiger gemeinnütziger Verein bereits in mehreren Fällen die erheblichen Kosten der Behandlung aus ihren Vereinsmitteln übernommen hat oder eine solche Übernahme konkret vorgesehen ist.
Tätigkeitsbericht
der Forensischen Ambulanz Baden
anlässlich des 1. Jahrestages der Gründung am 2. Juni 2008
(Stand: 2. Juni 2009)
Tätigkeitsbericht PDF
| < Zurück | Weiter > |
|---|



