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„Keine Gewalt- oder Sexualstraftat begehen” – Behandlung von Tatgeneigten jetzt auch in Baden-Württemberg
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Das missbrauchte Kind

Das missbrauchte Kind

Hiermit möchten wir Sie auf die NDR-Reportage

„45min – Das missbrauchte Kind“

im NDR-Fernsehen am 19. April 2011 um 22:35 Uhr aufmerksam machen, welche unten als Link zum Anschauen eingstellt ist.

Die Reportage zeigt nicht nur die in der Bundesrepublik Deutschland  vorhandenen Defizite bei der Behandlung gefährlicher Gewalt- und Sexualstraftäter auf, sondern auch die Notwendigkeit einer Reform des Strafrechts, für welche wir mit dem am 3. März 2009 dem Bundesministerium der Justiz vorgelegten BIOS-Memorandum eintreten. Danach soll die Gefährlichkeit eines Gewalt- und Sexualstraftäters bereits in der gerichtlichen Hauptverhandlung durch Zuziehung eines Sachverständigen geklärt werden, um damit einerseits den Strafvollzug zu unterstützen und andererseits zu verhindern, dass vorhandene psychische Störungen unerkannt bleiben und die Täter trotz Indikation unbehandelt aus der Haft entlassen werden. Auch soll es die Möglichkeit der Anordnung von Therapien durch den Richter bereits im gerichtlichen Erkenntnisverfahren geben. Mehr hierzu finden Sie auf unserer Homepage unter www.bios-bw.de.


Die Reportage wird vom NDR wie folgt angekündigt:


In der Dokumentation „45min – Sexobjekt Kind“ hatte Sebastian Bellwinkel 2010 aufgedeckt, wie in Deutschland Politik, Justiz und Gesundheitswesen gemeinsam versagen beim Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt. Dafür wurde der Film für den Grimme Preis nominiert.

In der Zwischenzeit ist das Thema durch den öffentlich bekannt gewordenen sexuellen Missbrauch in kirch­lichen Einrichtungen und Schulen aktueller denn je. „45min“ fragt nach, was der von der Politik eigens ein­berufene „Runde Tisch“ tatsächlich erreicht hat und entlarvt dabei zahlreiche Politiker-Forderungen und Beteuerungen als Lippenbekenntnisse. Insbesondere die therapeutische Versorgung tausender Opfer weist nach wie vor eklatante Mängel auf. Die Dokumentation zeigt, dass von sexuellem Missbrauch Betroffene weiterhin häufig  jahrelang auf einen Therapieplatz warten müssen, es viel zu wenig kompetente Hilfe gibt und Krankenkassen blockieren, wenn es um die Bezahlung geht.

Auch Hilfsangebote für pädophile Männer gibt es nach wie vor viel zu wenig. Trotz eindeutiger Warnungen von Experten ist die Ausbildung dringend benötigter Ärzte, Gutachter und Therapeuten weiterhin vollkommen unzureichend. Das zuständige Bundesgesundheits-Ministerium und die Bundesärztekammer scheuen Ver­besserungen - offenbar aus Kostengründen. Anstatt sinnvoll in Prävention zu investieren und damit lang­fristig sogar Geld zu sparen, riskieren die Verantwortlichen damit weitere kindliche Opfer.

Die Dokumentation begleitet zwei Betroffene, ein Missbrauchsopfer und einen pädophilen Mann, zeigt aber auch vereinzelte Lichtblicke. So setzt sich ein FDP-Bundestagsabgeordneter aus Schwerin dafür ein, die frühzeitige Begutachtung von Sexualstraftätern im Gerichtsverfahren gesetzlich verankern zu lassen. Bisher werden diese Täter nämlich nicht auf ihre Gefährlichkeit und Rückfallgefahr hin untersucht und deshalb auch kaum therapiert.  

Am Dienstag, den 19. April 2011 zeigte der NDR um 22:35 Uhr die erschütternden Ergebnisse der fortgesetz­ten Recherche von Autor Sebastian Bellwinkel in „45min – Das missbrauchte Kind“.

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 Die Dokumentation kann unter folgendem Link aufgerufen und angeschaut werden:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/kindesmissbrauch105.html


Sexobjekt Kind:

 Am Dienstag, den 12.1.2010, strahlte das NDR-Fernsehen eine Dokumentation mit dem Titel "Sexobjekt Kind" aus, in welcher auch über die Behandlungsinitiative Opüferschutz (BIOS-BW) e.V. und das am 3.3.2009 dem Bundesministerium der Justiz vorgelegte

"BIOS-Memorandum" berichtet wurde.
Hier noch einmal der Videobericht zum Anschauen:

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